6. Januar: Theophanie und Große Wasserweihe
In der Theophanie feiern wir die Offenbarung Gottes als Dreifaltigkeit bei der Taufe Jesu Christi im Jordan.
In der Griechisch-Orthodoxen Kirche ist der 6. Januar nicht nur Theophanie und der Tag, an dem Jesus durch Johannes getauft wurde. Gefeiert wird auch die "Große Wasserweihe", eines der eindrucksvollsten Feste der orthodoxen Kirche. Bei der Großen Wasserweihe wird aber nicht, wie es der Name vermuten lässt, primär das Wasser, sondern durch das Wasser die gesamte Schöpfung gesegnet. In Griechenland wandern nach der Liturgie alle zum Gewässer des Ortes - zum Meer, einem Fluss, See oder auch einem Wasserspeicher. Der Priester wirft ein Kreuz ins Wasser, dem dann junge Männer nachtauchen. Wer das Kreuz als erster raus fischt, erhält gesonderten Segen. Dazu läuten in den Orten sämtliche Glocken, die Schiffe im Hafen begleiten mit Schiffsglocken, Pfeifen und Nebelhörnern.
Hier in Deutschland feiern wir die Große Wasserweihe ebenso eindrucksvoll. Unsere Gemeinde zieht nach dem sonntäglichen Gottesdienst in einer feierlichen Prozession zum nächsten Gewässer. Das ist der Teich im Brühler Schlosspark oder das Wesselinger Rheinufer oder der Erftmühlenbach in Euskirchen. Natürlich wird Niemand in den Rhein springen - das wäre zu gefährlich. Jedoch in Euskirchen wird das Kreuz von männlichen Gemeindemitgliedern aus dem Wasser geholt.
7. Januar: Johannes der Täufer
Am Tag nach der Theophanie des Herrn, ehrt die orthodoxe Kirche Johannes den Täufer, der auch Jesus Christus taufte und der Patron unserer Gemeinde ist.
Der heilige Johannes, der Vorläufer und der Täufer des Herrn, den der Herr den größten der Propheten genannt hat, schließt die Geschichte des Alten Testaments ab und eröffnet die Ära des Neuen Testaments. Johannes wurde für würdig erklärt, ihn in den Wassern des Jordans zu taufen, und er war ein Zeuge der Theophanie der Allerheiligsten Dreifaltigkeit am Tag der Taufe Christi.
Der heilige Prophet Johannes, Sohn des Pristers Zacharias und der Elisabeth, war mit Jesus mütterlicherseits verwandt. Der heilige Vorläufer Johannes wurde sechs Monate vor Christus geboren. Der Erzengel Gabriel kündigte seine Geburt im Tempel zu Jerusalem an und enthüllte Zacharias, dass ihm ein Sohn geboren werden sollte.
Weihnachten 2025
Καλά Χριστούγεννα - Frohe Weihnachten - Merry Christmas - Feliz Navidad - Joyeux Noël - Buon Natale - Crăciun fericit - Срећан Божић - 圣诞节快乐 - ع يد م يلاد مج يد - חג מולד שמח - - Priecīgus Ziemassvētkus - С Рождеством - Mutlu Noeller - Hyvää Joulua - Zalig Kerstfeest - Wesołych Świąt Bożego Narodzenia - Feliz Natal -
Weihnachtsbotschaften 2025
Erzbischof von Konstantinopel, dem Neuen Rom, und Ökumenischer Patriarch Bartholomäus I.
"[…] In einer Welt, in der Kriegslärm und das Klirren der Waffen ertönen, erschallt die Engelsbotschaft „Friede auf Erden“. Die Stimme des Herrn preist die „Friedensstifter“, und Seine Heilige Kirche betet in der Göttlichen Liturgie „für den Frieden von oben“ und „für den Frieden der ganzen Welt“. Der wahre Glaube an den lebendigen Gott stärkt den Kampf für Frieden und Gerechtigkeit, auch wenn dieser Kampf vor menschlich unüberwindbaren Hindernissen steht. Wie es in der inspirierten Botschaft des Heiligen und Großen Konzils der Orthodoxen Kirche – dessen zehnjähriges Jubiläum wir im kommenden Jahr feiern werden – heißt: „Das Öl der religiösen Erfahrung muss verwendet werden, um Wunden zu heilen, anstatt das Feuer kriegerischer Auseinandersetzungen neu zu entfachen“. […]."
Hier finden Sie die Weihnachtsbotschaft des Ökumenischen Patriachen.
Metropolit Augoustinos von Deutschland, Exarchen von Zentraleuropa
"[…] Das ist das Wunder von Weihnachten: das Unendliche und Unzugängliche wurde vertraut und zugänglich. Im Mittelpunkt von Weihnachten steht genau dieses Geheimnis: Gott wurde Mensch — sanft und demütig — damit auch der Mensch auf dieselbe Weise, sanft und demütig, wenn er es will, aus Gnade göttlich werde. Die Weihnachtsgeschichte betrifft also nicht nur etwas, das einst in Bethlehem geschah — sie betrifft alles, was geschieht, wenn die Liebe statt der Macht die Demut wählt, statt der Selbstdarstellung die unaufdringliche Anwesenheit, statt des Urteilens oder sogar Verurteilens das Mitgefühl, statt der Gleichgültigkeit den Beistand. […]."
Hier finden Sie die Weihnachtsbotschaft des Metropoliten Augoustinos.
Neujahrsbotschaft 2026 von Metropolit Augoustinos von Deutschland, Exarchen von Zentraleuropa
"[…] So wollen wir, wenn wir ins neue Jahr schreiten, weder verwirrt noch furchtsam sein. Vertrauen wir zutiefst der Gnade Gottes. Vertrauen wir dem unauslöschlichen Siegel des Heiligen Geistes, das wir empfangen haben, und den Möglichkeiten, die es für uns bedeutet – einer Fülle wunderbarer Gaben, die wir wirksam werden lassen können, wenn wir das Licht Gottes in uns und um uns leuchten lassen. […]."
Hier finden Sie die vollständige Neujahrsbotschaft.

