Ψυχοσάββατο - Seelensamstag

Am 9. März gedachten orthodoxe Christen der Seelen der Toten

"Der Ψυχοσάββατο - Seelensamstag ist für mich ein besonders schöner Tag", sagt Vater Athanasios, "schon damals, als ich noch kein Priester war, bin ich immer sehr gerne zum Totengedenken mit Vater Constantin zu den Friedhöfen unserer Gemeinde gefahren."

Es gibt insgesamt acht Friedhöfe auf denen die Toten unserer Gemeinde ruhen. Da diese Friedhöfe über ein großes Gebiet verstreut sind, hat sich in unserer Gemeinde über die Jahre eine besondere Tradition entwickelt. Anstelle eines Gottesdienstes in der Kirche besuchen unsere Geistlichen die Hinterbliebenen auf den Friedhöfen um dort gemeinsam mit ihnen für die Seelen der Verstorbenen zu beten. So bedeutet der Seelensamstag auch ein aktives "Im-Gedächtnis-Bewahren" nicht nur der Verstorbenen, sondern auch ihrer manchmal sehr verstreut liegenden Gräber, die man sonst womöglich vergessen würde.

Traditionell werden Kollyva (Κόλλυβα - eine süße Weizenspeise) zum Seelengedenken mitgebracht, weil das Weizenkorn Symbol der Auferstehung ist. Es werden die Namen der Verstorbenen jeder Familie vorgelesen; gleichzeitig wird aber auch generell für alle „Könige, Patriarchen, Bischöfe, Priester, Priestermönche, Diakone, Mönche, Nonnen, Väter, Vorväter, Ahnen, Urahnen, Eltern und Geschwister, Ehepartner und Kinder, Verwandte und Freunde, unsere Lehrer und Taufpaten im Glauben, und alle in der Hoffnung der Auferstehung Entschlafenen von den ersten bis zu den letzten…“ gebetet.

Sehen Sie hier die Fotos vom Ψυχοσάββατο - Seelensamstag am 9. März 2013:

Die hier gezeigten Friedhöfe und Gräber stehen stellvertretend für alle Seelen, für die am 9. März gebetet wurde. Auch wenn das Wetter nicht optimal war, sind die Hinterbliebenen zahlreich gekommen, um ihrer Verstorbenen zu gedenken und um gemeinsam das besondere Totengedenken unserer Gemeinde zu erleben.

  • Keine Kommentare gefunden

Einen Kommentar verfassen

0
Nutzungsbedingungen.